Welche Kabel werden verwendet? Wo sitzen Netzteile und Dimmer? Wie werden LED-Stufenprofile bei 24 V, RGB, DMX, DALI, Notstrom oder mobilen Treppen angeschlossen? Die Anschlusslogik ist so erklärt, dass Planer und Elektriker direkt damit arbeiten können.
Die LED-Profile werden nicht als lange Lastkette über mehrere Stufen geführt. Sauber ist eine aufgeteilte Kleinspannungs-Verteilung mit berechneten Abgängen.
Wer Stufenbeleuchtung anschließt, braucht keine Marketing-Erklärung, sondern eine klare Anschlusslogik: welche Adern wohin gehen, welche Last je Abgang entsteht, wann DMX oder DALI relevant ist und warum die LED-Profile parallel versorgt werden.
Wichtigster Praxisfehler: Mehrere Stufen nicht in Reihe oder als lange Durchverdrahtung über das LED-Band versorgen. Das führt zu unnötigem Spannungsfall, ungleichmäßiger Helligkeit und zu hoher Strombelastung einzelner Leiterbahnen oder Anschlussstellen.
In der Praxis wird die Anlage in Stromkreise und Steuergruppen aufgeteilt. Die LED-Stufenprofile erhalten 12 V oder 24 V Konstantspannung. Die Steuerung erfolgt je nach Projekt über Schalter, Dimmer, Funk, DMX, DALI oder eine Gebäudeautomation.
Planungsregel: Netzteile und Controller so nah wie sinnvoll an den Stufengang setzen, aber immer zugänglich und wartbar. Lange Kleinspannungsleitungen sind möglich, müssen aber wegen Strom, Spannungsfall und Verlegeart berechnet werden.
LED-Stufenprofile mit 12 V oder 24 V sind Konstantspannungs-Verbraucher. Jede Stufe beziehungsweise jede Lastgruppe soll ihre Versorgung aus einer berechneten Verteilung erhalten. Eine echte Reihenschaltung ist bei solchen LED-Bändern falsch; ein unkontrolliertes Durchschleifen über mehrere Stufen führt schnell zu Spannungsfall, ungleichmäßiger Helligkeit und unnötiger Strombelastung auf kurzen Leiterbahnen.
Begriffe sauber trennen: Viele sagen „in Reihe“, meinen aber eigentlich „durchschleifen“. Für unsere Planung gilt: LED-Stufenprofile werden als Konstantspannungs-Verbraucher parallel beziehungsweise in sauber berechneten Gruppen versorgt. Die konkrete Ausführung hängt von Leistung, Leitungslänge, Profiltyp und Steuerung ab.
Bei Stufengängen in Theater, Kino, Hörsaal oder Stadthalle ist eine A/B-Aufteilung häufig sinnvoll. Kreis A versorgt zum Beispiel die ungeraden Stufen, Kreis B die geraden Stufen. Bei größeren Anlagen kommen weitere Gruppen hinzu.
Die Kabelauswahl hängt nicht nur von der Spannung ab. Entscheidend sind Strom, Aderzahl, Verlegeart, Umgebung, Bewegung, mechanischer Schutz, Brandschutz, Steuerprotokoll und die Frage, ob die Leitung fest, gelegentlich flexibel oder dauerhaft bewegt wird.
| Anwendung | Typische Leitung | Aderzahl | Wofür geeignet? | Wichtig |
|---|---|---|---|---|
| Mono 24 V / 12 V | z. B. ÖLFLEX CLASSIC 110, geeignete Steuer-/Mantelleitung oder H07V-K im Leerrohr/Kanal – jeweils nach Verlegeart und Projekt | 2-adrig oder mehradrig | einfarbige Stufenprofile, kurze bis mittlere Abgänge, feste oder gelegentlich flexible Verlegung nach Leitungsdatenblatt | Querschnitt nach Strom und Spannungsfall wählen; Aderendhülsen bei feindrähtigen Leitern verwenden. |
| RGB | mehradrige Anschlussleitung, je nach Last z. B. 4 × 0,75 / 1,0 / 1,5 / 2,5 mm² oder größer | 4 Adern: +, R, G, B | RGB-Stufenprofile mit gemeinsamer Plusleitung und drei PWM-Rückleitern | Der gemeinsame Plusleiter trägt bei RGB weiß den Gesamtstrom aller drei Farben. |
| RGBW | mehradrige Steuer-/Anschlussleitung | 5 Adern: +, R, G, B, W beziehungsweise projektabhängig getrennte Versorgungen | RGBW, getrennte Weißkanäle, szenische Anwendungen | Gesamtstrom über Plusleiter prüfen; häufig mehrere Einspeisepunkte nötig. |
| DMX | DMX-/RS-485-Datenleitung, geschirmt, verdrillt, 100–120 Ω beziehungsweise DMX-geeignet | 1 verdrilltes Paar + Schirm, oft 2 Paare + Schirm | Steuerleitung zwischen Lichtpult/Controller, Splitter, Dimmern und DMX-Geräten | Linearer Bus, keine Y-Splits; Abschlusswiderstand 120 Ω am Ende. |
| DALI | typisch geeignete 2-adrige Installationsleitung, häufig 2 × 1,5 mm², nach DALI-/Herstellerangabe | 2 Adern | DALI-Bus für Gebäudeautomation, DALI-Dimmer, DALI-Gateways | DALI ist Busleitung, nicht LED-Leistungsleitung. Polung typischerweise frei; Buslänge und Busstrom separat prüfen. |
| mobile Treppe | flexible Leitung mit Zugentlastung, mechanischem Schutz und geeigneten Steckverbindern | je nach Mono/RGB/DMX | fahrbare Tribünen, mobile Podeste, steckbare Stufenmodule | Biegeradius, Zugentlastung, IP-Schutz, Steckzyklen, Verwechslungsgefahr und Absicherung beachten. |
| 230 V | NYM-J, halogenfreie Leitung oder objektspezifische Installationsleitung nach Elektroplanung | nach Elektroplanung | Zuleitung zu Netzteilen, Schaltschränken, Unterverteilungen | 230 V gehört nicht in XLR-Stecker und nicht in LED-Profilanschlüsse. Ausführung nur durch Elektrofachkraft. |
Wichtig zur Normung: Strombelastbarkeit und Querschnitt hängen von Verlegeart, Häufung, Umgebungstemperatur, Anzahl belasteter Adern, Leitungstyp und Absicherung ab. Die Tabellen auf dieser Seite sind Vorbemessungen für den Spannungsfall. Die endgültige Auswahl muss durch Elektrofachkraft/Fachplanung erfolgen.
Für die Vorplanung rechnen wir hier bewusst konservativ mit 9 W/m je Farbe. Bei RGB bedeutet das: Rot 9 W/m, Grün 9 W/m, Blau 9 W/m. Sobald alle Kanäle gleichzeitig laufen, entstehen 27 W/m Gesamtlast.
2 W je Stufe als Planungswert für dezente Stufenmarkierung.
9 W/m pro Kanal: Rot, Grün und Blau getrennt.
27 W/m bei RGB weiß beziehungsweise alle Kanäle 100%.
Bei einer RGB-Leitung mit gemeinsamer Plusader fließt über die Plusader der Gesamtstrom aller aktiven Farbkanäle. Die drei Farbrückleiter tragen jeweils nur den Strom ihres Kanals. Deshalb darf RGB nicht wie eine 2-Watt-Mono-Stufe behandelt werden; Plusader, Rückleiter, Steckkontakt und Controller-Ausgang müssen jeweils separat betrachtet werden.
Die Leistungsleitungen versorgen die LED-Profile. DMX und DALI sind Steuerleitungen beziehungsweise Busleitungen. Diese Trennung ist wichtig: Die Stufe braucht Strom, der Controller braucht ein Steuersignal.
| Thema | DMX | DALI |
|---|---|---|
| Typische Anwendung | Theater, Bühne, Show, Kino, szenische Steuerung | Gebäudeautomation, Schalter, Szenen, Gruppen, DALI-Dimmer |
| Leitungsprinzip | Buslinie / Daisy Chain; aktive Splitter bei Sternstrukturen | freie Topologie innerhalb der DALI-/Herstellerregeln; geschlossene Ringe vermeiden |
| Kabel | geschirmte, verdrillte DMX-/RS-485-Leitung mit geeigneter Impedanz; keine normale Mikrofonleitung als feste Dauerlösung | 2-adrige Installationsleitung, häufig 1,5 mm² |
| Stecker | 5-pol-XLR ist der professionelle DMX-Standard; 3-pol kommt vor, ist aber verwechslungsanfälliger | meist Klemmen / Installationsverdrahtung, nicht XLR-typisch |
| Abschluss | 120 Ω am letzten Gerät der Linie | keine DMX-Terminierung |
| Wichtig für Stufenbeleuchtung | DMX steuert die Dimmer. Die LED-Leistung läuft separat über 12/24 V. | DALI steuert Dimmer/EVG/Gateway. Die LED-Last wird trotzdem auf der DC-Seite berechnet. |
Bei mobilen Elementen muss die Verkabelung wartbar, steckbar und mechanisch geschützt sein. XLR-Stecker können für Kleinspannungs-Anwendungen in mobilen Elementen sinnvoll sein, wenn Strom, Spannung, Pinbelegung, Verwechslungsgefahr, Zugentlastung und Steckzyklen sauber geplant werden. Bei höheren Lasten sind codierte Industrie-Steckverbinder oft die robustere Lösung.
Für hohe RGB-Lasten ist XLR häufig nicht die beste Lösung. Dann sind codierte Industrie-Steckverbinder, getrennte Einspeisungen, mehrere Lastgruppen oder größere Querschnitte sinnvoller.
| Steckbare Lösung | Beispiel-Pinbelegung | Sinnvoll für | Grenze / Hinweis |
|---|---|---|---|
| 3-pol-XLR für Mono 24 V | Pin 1: 0 V, Pin 2: +24 V, Pin 3: Reserve / zweite Kennung | kurze mobile Stufenelemente mit geringer Last | Pinbelegung ist projektintern festzulegen und eindeutig zu beschriften. Nicht mit DMX verwechseln. |
| 4-pol-XLR oder anderer Mehrpol-Stecker | +24 V, 0 V Kreis A, 0 V Kreis B, Reserve / Codierung | zwei getrennte Kreise an mobilen Elementen | Gemeinsamer Plusleiter trägt Summenstrom. Strom je Kontakt prüfen. |
| 5-pol-XLR für RGB-Kleinspannung | Pin 1: +24 V, Pin 2: R−, Pin 3: G−, Pin 4: B−, Pin 5: frei / Codierung | kurze RGB-Module mit begrenzter Leistung | Kontaktstrom, Lötanschluss und maximaler Leiterquerschnitt müssen nach Datenblatt geprüft werden. Bei RGB begrenzt meist der gemeinsame Pluskontakt. |
| codierter Industrie-Steckverbinder | projektbezogen: getrennte Kontakte für +, 0 V / Kanäle / Reserven | höhere Lasten, häufiges Stecken, fahrbare Tribünen und robuste Steckpunkte | Mechanische Codierung, IP-Schutz, Steckzyklen, Zugentlastung und Strom je Kontakt sauber auswählen. |
| 5-pol-XLR für DMX | Pin 1: Schirm/Common, Pin 2: Data−, Pin 3: Data+, Pin 4/5 optional | DMX-Steuersignal | Nicht gleichzeitig als Stromstecker für LED-Last verwenden. |
Nicht machen: gleiche XLR-Bauform unbeschriftet einmal für DMX und einmal für 24-V-Leistung verwenden. Das ist verwechslungsanfällig. Besser: unterschiedliche Polzahl, eindeutige Farbe, Beschriftung, mechanische Codierung oder andere Steckverbinderfamilie.
Neubau, Bestand, Betonstufe, Holzpodest, Tribüne und mobile Elemente brauchen unterschiedliche Leitungswege. Entscheidend ist, dass Kabel geschützt, wartbar und nachvollziehbar verlegt werden.
Die Tabellen zeigen die maximale einfache Leitungslänge vom Netzteil/Dimmer/Verteiler bis zur Lastgruppe bei 3 % Spannungsfall. Hin- und Rückleiter sind in der Berechnung berücksichtigt. Die Werte ersetzen keine Elektroplanung, zeigen aber sehr gut, warum 24 V und saubere Gruppenbildung bei Stufenbeleuchtung sinnvoll sind.
Formel: ΔU = 2 × L × I × ρ / A. Dabei ist L die einfache Leitungslänge, I der Strom, ρ der Kupferwiderstand und A der Leiterquerschnitt. Für die Tabellen wurde ρ = 0,0178 Ω·mm²/m und maximal 3 % Spannungsfall verwendet. RGB-Hinweis: Die RGB-Tabellen nutzen bewusst einen konservativen Summenstrom-Ansatz. In der Detailplanung werden Plusleiter, Farbrückleiter, Steckkontakte und Einspeisepunkte je Kanal geprüft.
Planungswert für dezente einfarbige Stufenmarkierung. Länge = einfache Leitungslänge bis zur Lastgruppe.
| Lastgruppe | Leistung | Strom | 0,75 mm² | 1,0 mm² | 1,5 mm² | 2,5 mm² | 4,0 mm² |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Stufe | 2 W | 0,08 A | 182 m | 243 m | 364 m | 607 m | 971 m |
| 4 Stufen | 8 W | 0,33 A | 45,5 m | 60,7 m | 91,0 m | 152 m | 243 m |
| 8 Stufen | 16 W | 0,67 A | 22,8 m | 30,3 m | 45,5 m | 75,8 m | 121 m |
| 12 Stufen | 24 W | 1 A | 15,2 m | 20,2 m | 30,3 m | 50,6 m | 80,9 m |
| 16 Stufen | 32 W | 1,33 A | 11,4 m | 15,2 m | 22,8 m | 37,9 m | 60,7 m |
| 20 Stufen | 40 W | 1,67 A | 9,1 m | 12,1 m | 18,2 m | 30,3 m | 48,5 m |
| 30 Stufen | 60 W | 2,50 A | 6,1 m | 8,1 m | 12,1 m | 20,2 m | 32,4 m |
Bei 12 V halbiert sich die Spannung, der Strom verdoppelt sich gegenüber 24 V. Dadurch wird Spannungsfall deutlich kritischer.
| Lastgruppe | Leistung | Strom | 0,75 mm² | 1,0 mm² | 1,5 mm² | 2,5 mm² | 4,0 mm² |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Stufe | 2 W | 0,17 A | 45,5 m | 60,7 m | 91,0 m | 152 m | 243 m |
| 4 Stufen | 8 W | 0,67 A | 11,4 m | 15,2 m | 22,8 m | 37,9 m | 60,7 m |
| 8 Stufen | 16 W | 1,33 A | 5,7 m | 7,6 m | 11,4 m | 19,0 m | 30,3 m |
| 12 Stufen | 24 W | 2 A | 3,8 m | 5,1 m | 7,6 m | 12,6 m | 20,2 m |
| 16 Stufen | 32 W | 2,67 A | 2,8 m | 3,8 m | 5,7 m | 9,5 m | 15,2 m |
| 20 Stufen | 40 W | 3,33 A | 2,3 m | 3,0 m | 4,6 m | 7,6 m | 12,1 m |
| 30 Stufen | 60 W | 5 A | 1,5 m | 2,0 m | 3,0 m | 5,1 m | 8,1 m |
Länge = gesamte beleuchtete RGB-Länge der Lastgruppe. Der Strom ist der Gesamtstrom über die gemeinsame Plusader bei RGB weiß; die Tabelle ist als konservative Vorbemessung zu lesen.
| RGB-Lastgruppe | Leistung gesamt | Strom über + | 0,75 mm² | 1,0 mm² | 1,5 mm² | 2,5 mm² | 4,0 mm² |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 m RGB-Licht | 27 W | 1,12 A | 13,5 m | 18,0 m | 27,0 m | 44,9 m | 71,9 m |
| 2 m RGB-Licht | 54 W | 2,25 A | 6,7 m | 9,0 m | 13,5 m | 22,5 m | 36,0 m |
| 3 m RGB-Licht | 81 W | 3,38 A | 4,5 m | 6,0 m | 9,0 m | 15,0 m | 24,0 m |
| 5 m RGB-Licht | 135 W | 5,62 A | 2,7 m | 3,6 m | 5,4 m | 9,0 m | 14,4 m |
| 7,5 m RGB-Licht | 202,5 W | 8,44 A | 1,8 m | 2,4 m | 3,6 m | 6,0 m | 9,6 m |
| 10 m RGB-Licht | 270 W | 11,25 A | 1,3 m | 1,8 m | 2,7 m | 4,5 m | 7,2 m |
| 15 m RGB-Licht | 405 W | 16,88 A | 0,9 m | 1,2 m | 1,8 m | 3,0 m | 4,8 m |
| 20 m RGB-Licht | 540 W | 22,50 A | 0,7 m | 0,9 m | 1,3 m | 2,2 m | 3,6 m |
12 V RGB ist bei längeren Strecken besonders kritisch. In der Praxis sind kurze Abgänge, Einspeisungen von beiden Seiten oder mehrere Controller-/Dimmerstandorte notwendig.
| RGB-Lastgruppe | Leistung gesamt | Strom über + | 0,75 mm² | 1,0 mm² | 1,5 mm² | 2,5 mm² | 4,0 mm² |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 m RGB-Licht | 27 W | 2,25 A | 3,4 m | 4,5 m | 6,7 m | 11,2 m | 18,0 m |
| 2 m RGB-Licht | 54 W | 4,50 A | 1,7 m | 2,2 m | 3,4 m | 5,6 m | 9,0 m |
| 3 m RGB-Licht | 81 W | 6,75 A | 1,1 m | 1,5 m | 2,2 m | 3,7 m | 6,0 m |
| 5 m RGB-Licht | 135 W | 11,25 A | 0,7 m | 0,9 m | 1,3 m | 2,2 m | 3,6 m |
| 7,5 m RGB-Licht | 202,5 W | 16,88 A | 0,4 m | 0,6 m | 0,9 m | 1,5 m | 2,4 m |
| 10 m RGB-Licht | 270 W | 22,50 A | 0,3 m | 0,4 m | 0,7 m | 1,1 m | 1,8 m |
| 15 m RGB-Licht | 405 W | 33,75 A | 0,2 m | 0,3 m | 0,4 m | 0,7 m | 1,2 m |
| 20 m RGB-Licht | 540 W | 45 A | 0,2 m | 0,2 m | 0,3 m | 0,6 m | 0,9 m |
Bei gleicher Leistung fließt bei 24 V nur halb so viel Strom wie bei 12 V. Das reduziert den Spannungsfall deutlich.
Nicht zu viele Stufen auf einen Abgang legen. Je kleiner die Lastgruppe, desto einfacher wird Querschnitt und Helligkeit.
RGB mit 27 W/m benötigt deutlich mehr Strom. Hier sind mehrere Einspeisungen, kleinere Lastgruppen und größere Querschnitte oft erforderlich.
Berechne schnell, ob eine Lastgruppe mit dem gewählten Querschnitt und der Leitungslänge realistisch ist. Der Rechner ersetzt keine Ausführungsplanung, hilft aber sofort bei der technischen Einschätzung.
Hinweis: Die Profilwerte sind Vorplanungswerte pro Meter Lichtlänge. Der Rechner überschlägt Mono-/Profil-Lastgruppen für 12 V oder 24 V. RGB wird bewusst nicht im Rechner berechnet, weil dort Plusleiter, Farbkanäle, Controller-Ausgänge, Steckkontakte und Einspeisepunkte separat betrachtet werden müssen.
Eine gute Stufenbeleuchtung scheitert selten am Profil. Sie scheitert an fehlenden Leitungswegen, zu kleinen Querschnitten, nicht zugänglichen Netzteilen oder unklaren Schnittstellen. Diese Punkte sollten vor Ausführung geklärt sein.
Bei Stufenbeleuchtung in Versammlungsstätten geht es um mehr als Meterware. Wichtig ist, dass Planer, Elektriker und Betreiber verstehen, welche Leitung wohin gehört und welche Leistung darüber läuft.
Nicht zwingend als eigene Leitung bis zum Schaltschrank. Sinnvoll ist aber eine saubere Aufteilung in berechnete Lastgruppen. Jede Stufe oder Gruppe wird parallel versorgt, nicht als unkontrollierte Lastkette über mehrere LED-Bänder.
Bei gleicher Leistung fließt bei 24 V nur halb so viel Strom wie bei 12 V. Dadurch wird der Spannungsfall geringer und die Leitungslängen werden einfacher beherrschbar.
Für einfarbige 12-/24-V-Stufenbeleuchtung werden je nach Verlegeart und Projekt zum Beispiel 2-adrige oder mehradrige Steuer- und Anschlussleitungen eingesetzt. ÖLFLEX CLASSIC 110 oder vergleichbare Leitungen können für feste Installation und gelegentliche flexible Bewegung geeignet sein, die endgültige Auswahl muss nach Umgebung, Strom, Verlegeart und Normung erfolgen.
RGB benötigt mindestens vier Adern: eine gemeinsame Plusleitung und drei Rückleiter für Rot, Grün und Blau. Bei RGBW werden fünf Adern benötigt. Entscheidend ist, dass der gemeinsame Plusleiter bei RGB weiß den Gesamtstrom aller Kanäle trägt.
Als Standard sollte man das vermeiden. Besser ist eine parallele Versorgung über Klemmen, Abgänge und Lastgruppen. Bei langen Strecken oder RGB führt einfaches Durchschleifen schnell zu Spannungsfall, Helligkeitsunterschieden und unnötiger Strombelastung einzelner Leiterbahnen.
DMX sollte über eine geeignete geschirmte, verdrillte Datenleitung mit passender Impedanz geführt werden. Normale Mikrofonleitung ist für eine feste DMX-Installation nicht die richtige Dauerlösung. DMX wird als Buslinie geführt und am Ende mit 120 Ω terminiert.
DALI verwendet einen Zweidraht-Bus. Typisch sind geeignete Installationsleitungen, häufig 2 × 1,5 mm², nach Hersteller- und Projektvorgabe. DALI-Bus und LED-Leistungsseite sind getrennt zu betrachten.
Ja, für Kleinspannung kann XLR projektabhängig sinnvoll sein. Wichtig sind eindeutige Pinbelegung, Beschriftung, Schutz gegen Verwechslung mit DMX/Audio, Zugentlastung, Steckzyklen und die Prüfung der Strombelastbarkeit je Kontakt. Für höhere Lasten oder harte mobile Nutzung sind codierte Industrie-Steckverbinder oft sinnvoller. XLR ist nicht für 230 V-Netzspannung in solchen Anwendungen zu verwenden.
Das hängt vom Objekt und der Planung ab. In Versammlungsstätten können Anforderungen an Sicherheitsbeleuchtung und Erkennbarkeit von Stufen bestehen. Ob und wie die Stufenbeleuchtung in Sicherheitsstromversorgung, Bereitschaftsschaltung oder Notlichtkonzept eingebunden wird, muss projektspezifisch mit Fachplanung und Elektrofachkraft geklärt werden.
Der Anschluss an 230 V, Netzteile, Schaltschränke, Schutzmaßnahmen und bauseitige elektrische Anlage gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Bissinger Lights unterstützt mit Profilen, Anschlusslogik, Komponenten, Abstimmung, Dokumentation und optional Montage.
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