Bissinger Lights · technische Planung für Stufenbeleuchtung

Verkabelung der Stufenbeleuchtung

Welche Kabel werden verwendet? Wo sitzen Netzteile und Dimmer? Wie werden LED-Stufenprofile bei 24 V, RGB, DMX, DALI, Notstrom oder mobilen Treppen angeschlossen? Die Anschlusslogik ist so erklärt, dass Planer und Elektriker direkt damit arbeiten können.

24 V / 12 V Kleinspannung Mono, RGB, RGBW DMX / DALI / Funk / KNX mobile Treppen steckbar

Anschlusslogik in 5 Schritten

Die LED-Profile werden nicht als lange Lastkette über mehrere Stufen geführt. Sauber ist eine aufgeteilte Kleinspannungs-Verteilung mit berechneten Abgängen.

1230 V / NotstromEinspeisung aus Unterverteilung oder Sicherheitsstromversorgung.
2Netzteil 24 V / 12 VKonstantspannungsversorgung passend zur LED-Technik.
3Dimmer / ControllerMono, RGB, DMX, DALI oder Gebäudeautomation.
4Abgänge A/B/C/DAufgeteilte Kreise für Spannungsfall, Last und Fehlersuche.
5Profile parallelDefinierte Versorgung je Gruppe, nicht über das LED-Band weiterreichen.
Schnell finden

Die wichtigsten Verkabelungsfragen direkt am Anfang.

Wer Stufenbeleuchtung anschließt, braucht keine Marketing-Erklärung, sondern eine klare Anschlusslogik: welche Adern wohin gehen, welche Last je Abgang entsteht, wann DMX oder DALI relevant ist und warum die LED-Profile parallel versorgt werden.

!

Wichtigster Praxisfehler: Mehrere Stufen nicht in Reihe oder als lange Durchverdrahtung über das LED-Band versorgen. Das führt zu unnötigem Spannungsfall, ungleichmäßiger Helligkeit und zu hoher Strombelastung einzelner Leiterbahnen oder Anschlussstellen.

Monotypisch 2-adrig ab Dimmer/Netzteil: Plus und Minus, Leistung projektbezogen berechnen.
RGBmindestens 4-adrig: gemeinsamer Plusleiter und drei Farbrückleiter. Der Plusleiter trägt den Summenstrom.
DMXseparate Datenleitung, geschirmt/verdrillt, Daisy-Chain und Abschluss am Linienende.
DALI2-adrige Busleitung für Daten und Busversorgung; Topologie und Leitungslänge projektbezogen prüfen.
StartpunktNetzteil/Controller in zugänglicher Box, von dort berechnete Kleinspannungsabgänge zu den Stufen.
Wichtigster FehlerMehrere Stufen nicht als Lastkette über das LED-Band versorgen. Lasten parallel aufteilen.
Direkt prüfenSpannungsfall, Strom je Abgang, Aderzahl, Absicherung, Trennung von Daten- und Leistungskabeln.
StartpunktNetzteilstandorte, Leerrohre und Revisionszugang früh festlegen.
SchnittstelleWer liefert Netzteile, Steuerbox, Anschlussleitung, Dokumentation und wer schließt an?
Ausschreibung24 V, Leistung, Steuerart, Sicherheitsstromversorgung, Stufenzahl und Leitungswege beschreiben.
StartpunktStufen müssen im Betrieb und bei Verdunklung erkennbar bleiben, ohne den Raum unnötig aufzuhellen.
AusfallsicherheitGetrennte Kreise, A/B-Logik und zugängliche Steuerboxen vereinfachen Betrieb und Fehlersuche.
NachrüstungIm Bestand sind seitliche Leitungswege, Unterkonstruktion und mobile Steckpunkte entscheidend.
Aufbau

Stufenbeleuchtung wird sauber verteilt – nicht nur als LED-Band an einer Stufe.

In der Praxis wird die Anlage in Stromkreise und Steuergruppen aufgeteilt. Die LED-Stufenprofile erhalten 12 V oder 24 V Konstantspannung. Die Steuerung erfolgt je nach Projekt über Schalter, Dimmer, Funk, DMX, DALI oder eine Gebäudeautomation.

Planungsregel: Netzteile und Controller so nah wie sinnvoll an den Stufengang setzen, aber immer zugänglich und wartbar. Lange Kleinspannungsleitungen sind möglich, müssen aber wegen Strom, Spannungsfall und Verlegeart berechnet werden.

Unterverteilung 230 V / ggf. Notstrom Netzteil 24 V DC / 12 V DC Dimmer PWM Klemmen / Sicherungen / Abgänge Aufteilung in A/B/C/D-Kreise, dokumentiert und wartbar LED-Stufenprofile parallel an Abgänge angeschlossen
Anschlusslogik

Stufen parallel anschließen. Nicht mehrere Stufen in Reihe oder über das LED-Band durchschleifen.

LED-Stufenprofile mit 12 V oder 24 V sind Konstantspannungs-Verbraucher. Jede Stufe beziehungsweise jede Lastgruppe soll ihre Versorgung aus einer berechneten Verteilung erhalten. Eine echte Reihenschaltung ist bei solchen LED-Bändern falsch; ein unkontrolliertes Durchschleifen über mehrere Stufen führt schnell zu Spannungsfall, ungleichmäßiger Helligkeit und unnötiger Strombelastung auf kurzen Leiterbahnen.

Richtig: parallele Lastgruppen

24 V Dimmer abgesicherter Ausgang Klemme Verteilung Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 ✓ Jeder Abgang wird berechnet, geklemmt und dokumentiert.
  • jede Stufe oder Lastgruppe erhält definierte Versorgung
  • Spannungsfall wird pro Abgang berechnet
  • Fehlersuche ist einfach möglich
  • Helligkeit bleibt über den Stufengang gleichmäßiger

Nicht empfehlenswert: Lastkette

24 V Einspeisung Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 × zu viel Strom über kurze Leiterbahnen Spannungsfall nimmt von Stufe zu Stufe zu Ausfall kann mehrere Stufen betreffen Nicht als Standard-Ausführung verwenden.
  • bei langen Strecken entstehen Helligkeitsunterschiede
  • die erste Teilstrecke trägt unnötig viel Strom
  • Fehler wandern schwer nachvollziehbar durch die Anlage
  • bei RGB verschärft sich das Problem durch die deutlich höhere Last
!

Begriffe sauber trennen: Viele sagen „in Reihe“, meinen aber eigentlich „durchschleifen“. Für unsere Planung gilt: LED-Stufenprofile werden als Konstantspannungs-Verbraucher parallel beziehungsweise in sauber berechneten Gruppen versorgt. Die konkrete Ausführung hängt von Leistung, Leitungslänge, Profiltyp und Steuerung ab.

Steuerbox Kreis A / Kreis B A: ungerade Stufen B: gerade Stufen 1 2 3 4 5 Warum wechselseitig? Bei Ausfall eines Kreises bleibt nicht der komplette Gang dunkel. Die Last wird aufgeteilt und die Fehlersuche wird leichter.
A/B-Logik

Wechselseitige Verkabelung: gerade und ungerade Stufen auf getrennte Kreise aufteilen.

Bei Stufengängen in Theater, Kino, Hörsaal oder Stadthalle ist eine A/B-Aufteilung häufig sinnvoll. Kreis A versorgt zum Beispiel die ungeraden Stufen, Kreis B die geraden Stufen. Bei größeren Anlagen kommen weitere Gruppen hinzu.

Technischer Vorteil

  • geringere Last je Abgang
  • kleinerer Spannungsfall
  • übersichtliche Klemmstellen
  • sauber dokumentierbare Stromkreise

Betrieblicher Vorteil

  • bei Ausfall bleibt Orientierung erhalten
  • Fehlersuche schneller
  • Wartung abschnittsweise möglich
  • Nachrüstung leichter planbar
Beispiel 24 V Mono: Stufen 1,3,5,7,9 → Kreis A Stufen 2,4,6,8,10 → Kreis B jeder Kreis separat abgesichert, beschriftet und dokumentiert
Kabelauswahl

Welche Kabel werden für Stufenbeleuchtung eingesetzt?

Die Kabelauswahl hängt nicht nur von der Spannung ab. Entscheidend sind Strom, Aderzahl, Verlegeart, Umgebung, Bewegung, mechanischer Schutz, Brandschutz, Steuerprotokoll und die Frage, ob die Leitung fest, gelegentlich flexibel oder dauerhaft bewegt wird.

Anwendung Typische Leitung Aderzahl Wofür geeignet? Wichtig
Mono 24 V / 12 V z. B. ÖLFLEX CLASSIC 110, geeignete Steuer-/Mantelleitung oder H07V-K im Leerrohr/Kanal – jeweils nach Verlegeart und Projekt 2-adrig oder mehradrig einfarbige Stufenprofile, kurze bis mittlere Abgänge, feste oder gelegentlich flexible Verlegung nach Leitungsdatenblatt Querschnitt nach Strom und Spannungsfall wählen; Aderendhülsen bei feindrähtigen Leitern verwenden.
RGB mehradrige Anschlussleitung, je nach Last z. B. 4 × 0,75 / 1,0 / 1,5 / 2,5 mm² oder größer 4 Adern: +, R, G, B RGB-Stufenprofile mit gemeinsamer Plusleitung und drei PWM-Rückleitern Der gemeinsame Plusleiter trägt bei RGB weiß den Gesamtstrom aller drei Farben.
RGBW mehradrige Steuer-/Anschlussleitung 5 Adern: +, R, G, B, W beziehungsweise projektabhängig getrennte Versorgungen RGBW, getrennte Weißkanäle, szenische Anwendungen Gesamtstrom über Plusleiter prüfen; häufig mehrere Einspeisepunkte nötig.
DMX DMX-/RS-485-Datenleitung, geschirmt, verdrillt, 100–120 Ω beziehungsweise DMX-geeignet 1 verdrilltes Paar + Schirm, oft 2 Paare + Schirm Steuerleitung zwischen Lichtpult/Controller, Splitter, Dimmern und DMX-Geräten Linearer Bus, keine Y-Splits; Abschlusswiderstand 120 Ω am Ende.
DALI typisch geeignete 2-adrige Installationsleitung, häufig 2 × 1,5 mm², nach DALI-/Herstellerangabe 2 Adern DALI-Bus für Gebäudeautomation, DALI-Dimmer, DALI-Gateways DALI ist Busleitung, nicht LED-Leistungsleitung. Polung typischerweise frei; Buslänge und Busstrom separat prüfen.
mobile Treppe flexible Leitung mit Zugentlastung, mechanischem Schutz und geeigneten Steckverbindern je nach Mono/RGB/DMX fahrbare Tribünen, mobile Podeste, steckbare Stufenmodule Biegeradius, Zugentlastung, IP-Schutz, Steckzyklen, Verwechslungsgefahr und Absicherung beachten.
230 V NYM-J, halogenfreie Leitung oder objektspezifische Installationsleitung nach Elektroplanung nach Elektroplanung Zuleitung zu Netzteilen, Schaltschränken, Unterverteilungen 230 V gehört nicht in XLR-Stecker und nicht in LED-Profilanschlüsse. Ausführung nur durch Elektrofachkraft.
!

Wichtig zur Normung: Strombelastbarkeit und Querschnitt hängen von Verlegeart, Häufung, Umgebungstemperatur, Anzahl belasteter Adern, Leitungstyp und Absicherung ab. Die Tabellen auf dieser Seite sind Vorbemessungen für den Spannungsfall. Die endgültige Auswahl muss durch Elektrofachkraft/Fachplanung erfolgen.

RGB & Lasten

RGB ist elektrisch eine andere Liga als eine dezente einfarbige Stufenbeleuchtung.

Für die Vorplanung rechnen wir hier bewusst konservativ mit 9 W/m je Farbe. Bei RGB bedeutet das: Rot 9 W/m, Grün 9 W/m, Blau 9 W/m. Sobald alle Kanäle gleichzeitig laufen, entstehen 27 W/m Gesamtlast.

Mono

2 W je Stufe als Planungswert für dezente Stufenmarkierung.

RGB je Farbe

9 W/m pro Kanal: Rot, Grün und Blau getrennt.

RGB gesamt

27 W/m bei RGB weiß beziehungsweise alle Kanäle 100%.

RGB

Bei einer RGB-Leitung mit gemeinsamer Plusader fließt über die Plusader der Gesamtstrom aller aktiven Farbkanäle. Die drei Farbrückleiter tragen jeweils nur den Strom ihres Kanals. Deshalb darf RGB nicht wie eine 2-Watt-Mono-Stufe behandelt werden; Plusader, Rückleiter, Steckkontakt und Controller-Ausgang müssen jeweils separat betrachtet werden.

RGB-Controller PWM 24 V RGB-Stufenprofil gemeinsame Plusleitung +24 V trägt Summe R− 9 W/m G− 9 W/m B− 9 W/m Planungswert: 27 W/m Gesamtlast bei 24 V = 1,125 A pro Meter RGB-Licht über die gemeinsame Plusader
Steuerleitungen

DMX und DALI laufen anders als die LED-Leistung.

Die Leistungsleitungen versorgen die LED-Profile. DMX und DALI sind Steuerleitungen beziehungsweise Busleitungen. Diese Trennung ist wichtig: Die Stufe braucht Strom, der Controller braucht ein Steuersignal.

DMX für Theater, Bühne, Kino und szenische Steuerung

DMX Out Dimmer 1 Dimmer 2 Dimmer 3 120 Ω Ende DMX: Linie / Daisy Chain Keine Y-Splits ohne aktiven Splitter. Geschirmte, verdrillte DMX-Leitung verwenden.
  • DMX-Leitung als geschirmte, verdrillte Datenleitung mit geeigneter Impedanz ausführen
  • typisch 5-pol-XLR bei professionellen steckbaren DMX-Verbindungen
  • keine Sternverteilung ohne aktiven DMX-Splitter
  • am Linienende mit 120 Ω zwischen Data+ und Data− terminieren
  • DMX ist Steuerung, nicht die 24-V-Leistungsversorgung der Stufen

DALI für Gebäudeautomation und einfache Gruppensteuerung

DALI-Controller Busversorgung DALI DALI Dimmer ... DALI: freie Topologie möglich, keine Ringe Busleistung/DALI-Länge separat von LED-Leistungsseite betrachten.
  • DALI-Bus führt Daten und Busversorgung auf demselben Aderpaar
  • häufig 2 × 1,5 mm²; maximale Entfernung zwischen den am weitesten entfernten Geräten und Busstrom beachten
  • Polung muss bei DALI typischerweise nicht beachtet werden
  • DALI-Dimmer/Controller schalten nicht automatisch die Querschnittsberechnung der LED-Seite aus
  • DALI eignet sich besonders für Gebäudetechnik, Szenen, Gruppen und zentrale Bedienung
Thema DMX DALI
Typische Anwendung Theater, Bühne, Show, Kino, szenische Steuerung Gebäudeautomation, Schalter, Szenen, Gruppen, DALI-Dimmer
Leitungsprinzip Buslinie / Daisy Chain; aktive Splitter bei Sternstrukturen freie Topologie innerhalb der DALI-/Herstellerregeln; geschlossene Ringe vermeiden
Kabel geschirmte, verdrillte DMX-/RS-485-Leitung mit geeigneter Impedanz; keine normale Mikrofonleitung als feste Dauerlösung 2-adrige Installationsleitung, häufig 1,5 mm²
Stecker 5-pol-XLR ist der professionelle DMX-Standard; 3-pol kommt vor, ist aber verwechslungsanfälliger meist Klemmen / Installationsverdrahtung, nicht XLR-typisch
Abschluss 120 Ω am letzten Gerät der Linie keine DMX-Terminierung
Wichtig für Stufenbeleuchtung DMX steuert die Dimmer. Die LED-Leistung läuft separat über 12/24 V. DALI steuert Dimmer/EVG/Gateway. Die LED-Last wird trotzdem auf der DC-Seite berechnet.
Mobile Treppen & Steckverbinder

Steckbare Stufenbeleuchtung für mobile Treppen, Podeste und fahrbare Tribünen.

Bei mobilen Elementen muss die Verkabelung wartbar, steckbar und mechanisch geschützt sein. XLR-Stecker können für Kleinspannungs-Anwendungen in mobilen Elementen sinnvoll sein, wenn Strom, Spannung, Pinbelegung, Verwechslungsgefahr, Zugentlastung und Steckzyklen sauber geplant werden. Bei höheren Lasten sind codierte Industrie-Steckverbinder oft die robustere Lösung.

XLR als Steckverbinder für Kleinspannung

  • nur für Kleinspannung verwenden, nicht für 230 V
  • Stecker eindeutig beschriften und gegen Verwechslung mit Audio/DMX sichern
  • Strom je Kontakt nach Datenblatt und Projekt mit Sicherheitsreserve prüfen
  • bei mobilen Elementen Zugentlastung und Biegeradius beachten
  • bei RGB trägt der gemeinsame Pluskontakt die Summe aller Farbkanäle; die Farbrückleiter tragen jeweils den Kanalstrom
!

Für hohe RGB-Lasten ist XLR häufig nicht die beste Lösung. Dann sind codierte Industrie-Steckverbinder, getrennte Einspeisungen, mehrere Lastgruppen oder größere Querschnitte sinnvoller.

mobile Treppe XLR / Steckpunkt Box Steckbar heißt nicht beliebig. Jeder Steckpunkt braucht Pinbelegung, Zugentlastung, Absicherung und Dokumentation.
Steckbare Lösung Beispiel-Pinbelegung Sinnvoll für Grenze / Hinweis
3-pol-XLR für Mono 24 V Pin 1: 0 V, Pin 2: +24 V, Pin 3: Reserve / zweite Kennung kurze mobile Stufenelemente mit geringer Last Pinbelegung ist projektintern festzulegen und eindeutig zu beschriften. Nicht mit DMX verwechseln.
4-pol-XLR oder anderer Mehrpol-Stecker +24 V, 0 V Kreis A, 0 V Kreis B, Reserve / Codierung zwei getrennte Kreise an mobilen Elementen Gemeinsamer Plusleiter trägt Summenstrom. Strom je Kontakt prüfen.
5-pol-XLR für RGB-Kleinspannung Pin 1: +24 V, Pin 2: R−, Pin 3: G−, Pin 4: B−, Pin 5: frei / Codierung kurze RGB-Module mit begrenzter Leistung Kontaktstrom, Lötanschluss und maximaler Leiterquerschnitt müssen nach Datenblatt geprüft werden. Bei RGB begrenzt meist der gemeinsame Pluskontakt.
codierter Industrie-Steckverbinder projektbezogen: getrennte Kontakte für +, 0 V / Kanäle / Reserven höhere Lasten, häufiges Stecken, fahrbare Tribünen und robuste Steckpunkte Mechanische Codierung, IP-Schutz, Steckzyklen, Zugentlastung und Strom je Kontakt sauber auswählen.
5-pol-XLR für DMX Pin 1: Schirm/Common, Pin 2: Data−, Pin 3: Data+, Pin 4/5 optional DMX-Steuersignal Nicht gleichzeitig als Stromstecker für LED-Last verwenden.
×

Nicht machen: gleiche XLR-Bauform unbeschriftet einmal für DMX und einmal für 24-V-Leistung verwenden. Das ist verwechslungsanfällig. Besser: unterschiedliche Polzahl, eindeutige Farbe, Beschriftung, mechanische Codierung oder andere Steckverbinderfamilie.

Verlegearten

Die beste Verkabelung ist die, die zur Stufe und zur Baustelle passt.

Neubau, Bestand, Betonstufe, Holzpodest, Tribüne und mobile Elemente brauchen unterschiedliche Leitungswege. Entscheidend ist, dass Kabel geschützt, wartbar und nachvollziehbar verlegt werden.

Betonstufe

  • Leerrohre früh einplanen
  • seitliche Zuführung bevorzugen
  • Bohrungen sauber entgraten
  • Kabelauslass verdeckt halten

Holzpodest

  • Leitungen unter Konstruktion führen
  • mechanisch schützen
  • Revisionszugang vorsehen
  • Brandlasten und Material beachten

Tribüne

  • Bewegung und Steckpunkte planen
  • Kabel gegen Quetschen schützen
  • Schleppbereich vermeiden
  • Module einzeln trennbar machen

Bestand

  • sichtarme Kabelkanäle prüfen
  • seitliche Wangen nutzen
  • kurze Anschlussleitungen
  • Netzteilbox in Nähe setzen
1. Beton Leerrohr / seitlicher Auslass 2. Holzpodest Unterkonstruktion 3. Mobile Treppe steckbar / zugentlastet
Querschnitt & Spannungsfall

Tabellen für Kabellängen, Leistung und Spannungsfall.

Die Tabellen zeigen die maximale einfache Leitungslänge vom Netzteil/Dimmer/Verteiler bis zur Lastgruppe bei 3 % Spannungsfall. Hin- und Rückleiter sind in der Berechnung berücksichtigt. Die Werte ersetzen keine Elektroplanung, zeigen aber sehr gut, warum 24 V und saubere Gruppenbildung bei Stufenbeleuchtung sinnvoll sind.

ƒ

Formel: ΔU = 2 × L × I × ρ / A. Dabei ist L die einfache Leitungslänge, I der Strom, ρ der Kupferwiderstand und A der Leiterquerschnitt. Für die Tabellen wurde ρ = 0,0178 Ω·mm²/m und maximal 3 % Spannungsfall verwendet. RGB-Hinweis: Die RGB-Tabellen nutzen bewusst einen konservativen Summenstrom-Ansatz. In der Detailplanung werden Plusleiter, Farbrückleiter, Steckkontakte und Einspeisepunkte je Kanal geprüft.

Mono 24 V – 2 W je Stufe

Planungswert für dezente einfarbige Stufenmarkierung. Länge = einfache Leitungslänge bis zur Lastgruppe.

LastgruppeLeistungStrom0,75 mm²1,0 mm²1,5 mm²2,5 mm²4,0 mm²
1 Stufe2 W0,08 A182 m243 m364 m607 m971 m
4 Stufen8 W0,33 A45,5 m60,7 m91,0 m152 m243 m
8 Stufen16 W0,67 A22,8 m30,3 m45,5 m75,8 m121 m
12 Stufen24 W1 A15,2 m20,2 m30,3 m50,6 m80,9 m
16 Stufen32 W1,33 A11,4 m15,2 m22,8 m37,9 m60,7 m
20 Stufen40 W1,67 A9,1 m12,1 m18,2 m30,3 m48,5 m
30 Stufen60 W2,50 A6,1 m8,1 m12,1 m20,2 m32,4 m

Mono 12 V – 2 W je Stufe

Bei 12 V halbiert sich die Spannung, der Strom verdoppelt sich gegenüber 24 V. Dadurch wird Spannungsfall deutlich kritischer.

LastgruppeLeistungStrom0,75 mm²1,0 mm²1,5 mm²2,5 mm²4,0 mm²
1 Stufe2 W0,17 A45,5 m60,7 m91,0 m152 m243 m
4 Stufen8 W0,67 A11,4 m15,2 m22,8 m37,9 m60,7 m
8 Stufen16 W1,33 A5,7 m7,6 m11,4 m19,0 m30,3 m
12 Stufen24 W2 A3,8 m5,1 m7,6 m12,6 m20,2 m
16 Stufen32 W2,67 A2,8 m3,8 m5,7 m9,5 m15,2 m
20 Stufen40 W3,33 A2,3 m3,0 m4,6 m7,6 m12,1 m
30 Stufen60 W5 A1,5 m2,0 m3,0 m5,1 m8,1 m

RGB 24 V – 9 W/m je Farbe, 27 W/m gesamt

Länge = gesamte beleuchtete RGB-Länge der Lastgruppe. Der Strom ist der Gesamtstrom über die gemeinsame Plusader bei RGB weiß; die Tabelle ist als konservative Vorbemessung zu lesen.

RGB-LastgruppeLeistung gesamtStrom über +0,75 mm²1,0 mm²1,5 mm²2,5 mm²4,0 mm²
1 m RGB-Licht27 W1,12 A13,5 m18,0 m27,0 m44,9 m71,9 m
2 m RGB-Licht54 W2,25 A6,7 m9,0 m13,5 m22,5 m36,0 m
3 m RGB-Licht81 W3,38 A4,5 m6,0 m9,0 m15,0 m24,0 m
5 m RGB-Licht135 W5,62 A2,7 m3,6 m5,4 m9,0 m14,4 m
7,5 m RGB-Licht202,5 W8,44 A1,8 m2,4 m3,6 m6,0 m9,6 m
10 m RGB-Licht270 W11,25 A1,3 m1,8 m2,7 m4,5 m7,2 m
15 m RGB-Licht405 W16,88 A0,9 m1,2 m1,8 m3,0 m4,8 m
20 m RGB-Licht540 W22,50 A0,7 m0,9 m1,3 m2,2 m3,6 m

RGB 12 V – 9 W/m je Farbe, 27 W/m gesamt

12 V RGB ist bei längeren Strecken besonders kritisch. In der Praxis sind kurze Abgänge, Einspeisungen von beiden Seiten oder mehrere Controller-/Dimmerstandorte notwendig.

RGB-LastgruppeLeistung gesamtStrom über +0,75 mm²1,0 mm²1,5 mm²2,5 mm²4,0 mm²
1 m RGB-Licht27 W2,25 A3,4 m4,5 m6,7 m11,2 m18,0 m
2 m RGB-Licht54 W4,50 A1,7 m2,2 m3,4 m5,6 m9,0 m
3 m RGB-Licht81 W6,75 A1,1 m1,5 m2,2 m3,7 m6,0 m
5 m RGB-Licht135 W11,25 A0,7 m0,9 m1,3 m2,2 m3,6 m
7,5 m RGB-Licht202,5 W16,88 A0,4 m0,6 m0,9 m1,5 m2,4 m
10 m RGB-Licht270 W22,50 A0,3 m0,4 m0,7 m1,1 m1,8 m
15 m RGB-Licht405 W33,75 A0,2 m0,3 m0,4 m0,7 m1,2 m
20 m RGB-Licht540 W45 A0,2 m0,2 m0,3 m0,6 m0,9 m

24 V bevorzugen

Bei gleicher Leistung fließt bei 24 V nur halb so viel Strom wie bei 12 V. Das reduziert den Spannungsfall deutlich.

Lastgruppen bilden

Nicht zu viele Stufen auf einen Abgang legen. Je kleiner die Lastgruppe, desto einfacher wird Querschnitt und Helligkeit.

RGB aufteilen

RGB mit 27 W/m benötigt deutlich mehr Strom. Hier sind mehrere Einspeisungen, kleinere Lastgruppen und größere Querschnitte oft erforderlich.

Interaktiv

Rechner für Spannungsfall und Kabellänge

Berechne schnell, ob eine Lastgruppe mit dem gewählten Querschnitt und der Leitungslänge realistisch ist. Der Rechner ersetzt keine Ausführungsplanung, hilft aber sofort bei der technischen Einschätzung.

Leistung
Strom gesamt
Spannungsfall
Restspannung
Empfehlung
Bitte Werte eingeben.

Hinweis: Die Profilwerte sind Vorplanungswerte pro Meter Lichtlänge. Der Rechner überschlägt Mono-/Profil-Lastgruppen für 12 V oder 24 V. RGB wird bewusst nicht im Rechner berechnet, weil dort Plusleiter, Farbkanäle, Controller-Ausgänge, Steckkontakte und Einspeisepunkte separat betrachtet werden müssen.

Ausführung

Checkliste für Elektriker: Was muss vor Ort klar sein?

Eine gute Stufenbeleuchtung scheitert selten am Profil. Sie scheitert an fehlenden Leitungswegen, zu kleinen Querschnitten, nicht zugänglichen Netzteilen oder unklaren Schnittstellen. Diese Punkte sollten vor Ausführung geklärt sein.

Netzteile & Steuerbox

  • Position zugänglich und belüftet?
  • 230-V-Zuleitung vorhanden?
  • Notstrom / Sicherheitsstromversorgung erforderlich?
  • Dimmer, Controller und Klemmen beschriftet?

DC-Leistungsseite

  • 12 V oder 24 V?
  • Leistung je Stufe / je Meter bekannt?
  • Querschnitt nach Spannungsfall und Verlegeart gewählt?
  • Abgänge einzeln abgesichert?

Anschluss der Profile

  • seitlicher oder unterer Kabelauslass festgelegt?
  • Anschlussleitungslängen definiert?
  • Stufen parallel angeschlossen?
  • lange Stufen beidseitig oder abschnittsweise eingespeist?

Steuerung

  • Schalter, Funk, DMX, DALI oder KNX?
  • DMX-Bus terminiert?
  • DALI-Buslänge und Busversorgung geprüft?
  • Steuerleitung getrennt von Leistung geplant?

Mobile Elemente

  • Steckverbinder eindeutig beschriftet?
  • Zugentlastung und Biegeradius berücksichtigt?
  • Bewegungsbereich frei von Quetschstellen?
  • Steckpunkte gegen Verwechslung gesichert?

Dokumentation

  • Stufenkreise A/B/C/D dokumentiert?
  • Netzteile und Sicherungen beschriftet?
  • Steueradressen notiert?
  • Revisionsunterlagen übergeben?
01Leitungswege und Netzteilpositionen vor Montage festlegen.
02Stufen in Lastgruppen aufteilen und Spannungsfall berechnen.
03Mono/RGB/DMX/DALI nicht vermischen, sauber beschriften.
04Nach Montage messen, dokumentieren und Revisionszugang sicherstellen.
Bissinger Lights

Wir liefern nicht nur Profile, sondern eine nachvollziehbare Anschlusslogik.

Bei Stufenbeleuchtung in Versammlungsstätten geht es um mehr als Meterware. Wichtig ist, dass Planer, Elektriker und Betreiber verstehen, welche Leitung wohin gehört und welche Leistung darüber läuft.

  • LED-Stufenprofile passend zum Projekt
  • vorkonfektionierte LED-Bänder und Anschlussleitungen
  • Netzteile, Dimmer, DMX-/DALI-Komponenten und Steuerboxen
  • Aufteilung in Stromkreise und Lastgruppen
  • technische Abstimmung mit Elektriker und Planung
  • optional Montage, Dokumentation und Inbetriebnahme

Typische Projektfragen, die wir vorab klären

  • Wie viele Stufen und welche Stufenlängen?
  • Einfarbig, RGB oder getrennte Lichtzonen?
  • 12 V oder 24 V?
  • Wo können Netzteile und Steuerboxen sitzen?
  • Welche Steuerung: DMX, DALI, Funk, Schalter oder KNX?
  • Gibt es Anforderungen an Sicherheitsstromversorgung oder Verdunklungsbetrieb?
  • Sind Stufen fest, mobil oder fahrbar?
  • Wer führt die bauseitige Verkabelung aus?
FAQ

Häufige Fragen zur Verkabelung von Stufenbeleuchtung

Muss jede Stufe einzeln verkabelt werden?

Nicht zwingend als eigene Leitung bis zum Schaltschrank. Sinnvoll ist aber eine saubere Aufteilung in berechnete Lastgruppen. Jede Stufe oder Gruppe wird parallel versorgt, nicht als unkontrollierte Lastkette über mehrere LED-Bänder.

Warum ist 24 V meistens besser als 12 V?

Bei gleicher Leistung fließt bei 24 V nur halb so viel Strom wie bei 12 V. Dadurch wird der Spannungsfall geringer und die Leitungslängen werden einfacher beherrschbar.

Welche Leitung ist für einfarbige Stufenbeleuchtung geeignet?

Für einfarbige 12-/24-V-Stufenbeleuchtung werden je nach Verlegeart und Projekt zum Beispiel 2-adrige oder mehradrige Steuer- und Anschlussleitungen eingesetzt. ÖLFLEX CLASSIC 110 oder vergleichbare Leitungen können für feste Installation und gelegentliche flexible Bewegung geeignet sein, die endgültige Auswahl muss nach Umgebung, Strom, Verlegeart und Normung erfolgen.

Welche Leitung braucht RGB-Stufenbeleuchtung?

RGB benötigt mindestens vier Adern: eine gemeinsame Plusleitung und drei Rückleiter für Rot, Grün und Blau. Bei RGBW werden fünf Adern benötigt. Entscheidend ist, dass der gemeinsame Plusleiter bei RGB weiß den Gesamtstrom aller Kanäle trägt.

Kann man mehrere Stufen einfach hintereinander anschließen?

Als Standard sollte man das vermeiden. Besser ist eine parallele Versorgung über Klemmen, Abgänge und Lastgruppen. Bei langen Strecken oder RGB führt einfaches Durchschleifen schnell zu Spannungsfall, Helligkeitsunterschieden und unnötiger Strombelastung einzelner Leiterbahnen.

Welches Kabel ist für DMX sinnvoll?

DMX sollte über eine geeignete geschirmte, verdrillte Datenleitung mit passender Impedanz geführt werden. Normale Mikrofonleitung ist für eine feste DMX-Installation nicht die richtige Dauerlösung. DMX wird als Buslinie geführt und am Ende mit 120 Ω terminiert.

Welches Kabel ist für DALI sinnvoll?

DALI verwendet einen Zweidraht-Bus. Typisch sind geeignete Installationsleitungen, häufig 2 × 1,5 mm², nach Hersteller- und Projektvorgabe. DALI-Bus und LED-Leistungsseite sind getrennt zu betrachten.

Kann man mobile Treppen mit XLR steckbar machen?

Ja, für Kleinspannung kann XLR projektabhängig sinnvoll sein. Wichtig sind eindeutige Pinbelegung, Beschriftung, Schutz gegen Verwechslung mit DMX/Audio, Zugentlastung, Steckzyklen und die Prüfung der Strombelastbarkeit je Kontakt. Für höhere Lasten oder harte mobile Nutzung sind codierte Industrie-Steckverbinder oft sinnvoller. XLR ist nicht für 230 V-Netzspannung in solchen Anwendungen zu verwenden.

Ist Stufenbeleuchtung automatisch Sicherheitsbeleuchtung?

Das hängt vom Objekt und der Planung ab. In Versammlungsstätten können Anforderungen an Sicherheitsbeleuchtung und Erkennbarkeit von Stufen bestehen. Ob und wie die Stufenbeleuchtung in Sicherheitsstromversorgung, Bereitschaftsschaltung oder Notlichtkonzept eingebunden wird, muss projektspezifisch mit Fachplanung und Elektrofachkraft geklärt werden.

Wer sollte die Anlage anschließen?

Der Anschluss an 230 V, Netzteile, Schaltschränke, Schutzmaßnahmen und bauseitige elektrische Anlage gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Bissinger Lights unterstützt mit Profilen, Anschlusslogik, Komponenten, Abstimmung, Dokumentation und optional Montage.