Maßgefertigte Stufenbeleuchtung in der Stadthalle Heidelberg.
Für die Generalsanierung entstanden 157 individuell gefertigte Einbauleuchten in sechs Längen und insgesamt zehn Steuerungseinheiten: acht reguläre Einheiten für den unteren Rang sowie zwei speziell entwickelte Steuerungen für den nachträglich beleuchteten oberen Rang.
Standardleuchten passten nicht zur Treppengeometrie.
Im Zuge der Generalsanierung der Stadthalle Heidelberg sollte die Stufenbeleuchtung der Zuschauerbereiche technisch erneuert und zurückhaltend in den Bestand integriert werden. Die vorhandenen Treppen unterschieden sich jedoch so stark, dass eine Standardleuchte nicht sauber funktioniert hätte.
Deshalb wurde nicht zuerst ein Produkt ausgewählt. Stattdessen wurden Einbausituation und Lichtwirkung praktisch bemustert und daraus eine projektbezogene Leuchtenfamilie entwickelt.
Erst die Lichtwirkung klären. Dann 157 Leuchten fertigen.
Vor der finalen Festlegung wurden unterschiedliche Muster und Lichtwirkungen bewertet. Gerade in einem sanierten Veranstaltungsbau entscheidet nicht nur die technische Funktion, sondern auch, wie ruhig sich die Leuchte in Holz, Treppengeometrie und Zuschauerraum einfügt.


Eine Leuchtenfamilie für sechs unterschiedliche Einbaumaße.
Insgesamt wurden 157 Leuchten in sechs Längen gefertigt. Die Einheiten wurden passend zur vorhandenen Treppengeometrie dimensioniert und bereits mit Anschlussleitungen vorkonfektioniert geliefert.
Zwei Sondersteuerungen für den nachträglich beleuchteten oberen Rang.
Die acht Steuerungseinheiten des unteren Rangs arbeiten regulär mit Gleich- oder Wechselspannung am Eingang. Die eigentliche Sonderlösung war erst für den später ergänzten oberen Rang notwendig.
Dort standen permanent 24 V aus der Notstromversorgung zur Verfügung. Trotzdem sollte die Stufenbeleuchtung im normalen Veranstaltungsbetrieb ein- und ausgeschaltet beziehungsweise gedimmt werden können. Aus der dauerhaft anliegenden 24-V-Versorgung allein lässt sich jedoch nicht erkennen, ob regulärer Netzbetrieb oder ein Netzausfall vorliegt.
Deshalb erhielten die zwei zusätzlichen Steuerungen eine separate Netzüberwachung. Solange das reguläre Netz vorhanden ist, folgt die Beleuchtung dem normalen Schalt- beziehungsweise DMX-Befehl – auch einem Ausschaltbefehl. Fällt das Netz aus, erkennt die Überwachung diesen Zustand unabhängig davon, dass die 24-V-Notstromspannung weiterhin permanent anliegt, übersteuert den Ausschaltzustand und aktiviert die Stufenbeleuchtung automatisch.
Acht reguläre Einheiten im unteren Rang – zwei Sondersteuerungen zusätzlich.
Für die Treppenbereiche des unteren Rangs wurden acht kompakte Steuerungseinheiten dezentral vorgesehen. Diese arbeiten regulär mit Gleich- oder Wechselspannung am Eingang und übernehmen die projektbezogene DMX-Dimmung und Versorgung der jeweiligen Bereiche.
Für den nachträglich beleuchteten oberen Rang kamen später zwei weitere, speziell entwickelte Steuerungen hinzu. Dort machte die permanent anliegende 24-V-Notstromversorgung eine zusätzliche Netzüberwachung und Vorranglogik erforderlich.
Eine Sonderlösung, die sich dem Gebäude unterordnet.
Die neue Stufenbeleuchtung folgt den unterschiedlichen Treppengeometrien, fügt sich zurückhaltend in die sanierten Zuschauerbereiche ein und verbindet die gestalterische Sonderanfertigung mit einer auf den Bestand abgestimmten Steuerungs- und Notstromlogik.
Leuchten, Einbau und Wirkung im Zuschauerraum.



Häufige Fragen zur Sonderlösung in Heidelberg
Warum wurden keine Standardleuchten eingesetzt?
Die vorhandenen Treppengeometrien unterschieden sich so stark, dass eine einheitliche Standardleuchte nicht sauber gepasst hätte. Deshalb wurden 157 Leuchten in sechs unterschiedlichen Längen projektbezogen gefertigt.
Wie wurde die Lichtwirkung vor der Fertigung festgelegt?
Bereits in der Planungsphase wurden verschiedene Muster und Lichtwirkungen praktisch bewertet. Erst danach wurden Formate und Ausführung für die Serienfertigung festgelegt.
Wie viele Steuerungseinheiten wurden insgesamt eingesetzt?
Im unteren Rang arbeiten acht reguläre dezentrale Steuerungseinheiten. Für den nachträglich beleuchteten oberen Rang kamen zwei speziell entwickelte Steuerungen hinzu. Damit sind nach der Erweiterung insgesamt zehn Steuerungseinheiten im Einsatz.
Warum brauchten die zwei Steuerungen im oberen Rang eine Netzüberwachung?
Im oberen Rang liegen permanent 24 V aus der Notstromanlage an. Deshalb kann die Steuerung aus der Versorgungsspannung allein nicht erkennen, ob regulärer Netzbetrieb oder ein Netzausfall vorliegt. Eine separate Netzüberwachung erkennt den Ausfall und übersteuert dann einen vorhandenen Ausschaltbefehl, sodass die Stufenbeleuchtung automatisch aktiviert wird.
Ist eine vergleichbare Sonderanfertigung auch für andere Bestandsgebäude möglich?
Ja. Entscheidend sind Treppengeometrie, Einbausituation, vorhandene Leitungswege, Steuerung und gewünschte Lichtwirkung. Fotos oder Pläne reichen für eine erste Einordnung.
Standard passt nicht? Zeigen Sie uns die Einbausituation.
Ein Foto, ein Plan oder zwei Sätze reichen für den ersten Kontakt. Wir prüfen, ob eine Standardlösung genügt oder eine projektbezogene Sonderanfertigung sinnvoll ist.